Förderbereiche und Schwerpunkte

 

Werteorientierung und Religiosität:

Die Kinder erlernen in der Gruppe die Fähigkeit, jeden Menschen mit seinen individuellen Besonderheiten zu achten und zu tolerieren. Das soziale Miteinander fördert die Kommunikation, das Selbstbewusstsein, um sich durchzusetzen, aber auch Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft gegenüber anderen.   Unsere Einrichtung ist keiner Religion zugehörig, trotzdem feiern wir traditionelle und kirchliche Feste im Jahreskreislauf. (Bsp: St. Martin, die Adventzeit, Nikolaus, Weihnachten, Fasching, Ostern, Muttertag und Vatertag, ein Sommerfest, Geburtstagsfeiern) Wir fördern die Kinder altersgerecht in unserem gesamten Tagesablauf.   Beim Mittagessen legen wir Wert auf eine gesunde und gute Esskultur. Die Kinder essen aus Porzellanteller mit Löffel, Gabel, Messer, trinken aus Gläsern, benutzen ein Lätzchen oder eine Serviette.


Sozial-emotionale Entwicklung:

Durch einen geregelten und strukturierten Tagesablauf mit Ritualen, in dem sich die Kinder sicher und geborgen fühlen, können sich die Kinder individuell und frei entfalten. Dadurch wird ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbständigkeit gefördert. Die Kinder lernen ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen und einzufordern, aber auch im sozialen Miteinander Bedürfnisse anderer Kinder wahrzunehmen und eigene auch mal zurück zu stellen. Dadurch werden die Kinder für das Verhalten in der Gruppe bzw. Gesellschaft widerstandsfähiger. Durch das tägliche Miteinander lernen die Kinder auch mit Konflikten umzugehen und Lösungswege zu finden.    

 

Sprache und Literacy:

Durch tägliches Singen, Vorlesen, Fingerspiele und ständig begleitende Kommunikation wird die Sprechfreude geweckt und die Sprache ständig gefördert. Das Fachpersonal verhält sich als Vorbildfunktion im täglichen Geschehen. Auch bei Kreisspielen wird durch Bewegung und Singen die Sprache gefördert. Bei gezielten Angeboten in Kleingruppen, während des Wickelns und während des An-und Ausziehens wird individuell mit dem einzelnen Kind oder mit mehreren Kindern gesprochen und gesungen. Wir lesen unsere Lieblingsbilderbücher immer wieder, hören Geschichten aus dem Geschichtensäckchen, ständige Wiederholung ist dabei sehr wichtig. Der Jahreszeit entsprechend lernen wir Lieder, Verse und Fingerspiele. 


Mathematik:

Wir verstehen unter „frühkindlicher Mathematik“ das erforschen und erlernen erster mathematischer Vorerfahrungen während ihrer Krippenzeit. Dies geschieht zum Beispiel durch feinmotorische Übungen mit versch. Formen und Materialien, Perlen auffädeln und sortieren. Durch die natürliche Neugier der Kinder nach mathematischen Zusammenhängen bieten wir den Kindern ein erstes Grundverständnis, wie zum Beispiel groß/klein, mehr/weniger, voll/leer, oben/unten Die immer wiederkehrenden Abläufe der Tagesstruktur vermittelt den Kindern ein erstes Verständnis für Raum und Zeit. Im Morgenkreis zählen wir die Kinder gemeinsam und überlegen, wer von den Kindern fehlt.     


Naturwissenschaften:

Das natürliche Interesse des Kleinkindes ist es, ihre Umgebung, die Welt zu erforschen, zu verstehen und zu begreifen.   Die Kinder beobachten, erforschen und experimentieren. Beim Spielen mit Naturmaterialien, wie Wasser, Sand, Erde, aber auch Kastanien, Steine, Stöcke machen die Kinder intensive und sinnliche Lernerfahrungen. Die Kinder erfahren im Garten die Veränderungen im Wetter und in der Natur und bekommen so ein erstes Gespür für Gesetzmäßigkeiten in der Natur. (Jahreszeiten Herbst/Winter/Frühling/Sommer) Die Kinder lernen sich wetterbedingt anzuziehen. (Bsp.: bei Hitze ausziehen/bei Kälte anziehen)


Umwelt:

Wir vermitteln den Kindern einen bewussten Umgang mit der Umwelt. Zum Beispiel: Der Müll kommt in den Mülleimer. Wir geben den Kindern durch unsere Angebote neue Impulse und Lernerfahrungen. Bsp. kleines Projekt: „Kresse säen und ernten“   Wir säen Kressesamen gemeinsam mit den Kindern in die Erde und gießen sie regelmäßig. Nun kann man ganz gut das Wachsen beobachten. Die geerntete Kresse wird bei unserer Brotzeit auf einem leckeren Butterbrot verzehrt. Auch Wasser ist für unsere Umwelt sehr wichtig und durch den täglichen Kontakt ein faszinierendes Element. Wir trinken Wasser, waschen uns die Hände mit Wasser, malen mit Wasserfarbe, gießen unsere Pflanzen im Garten, etc. Außerdem machen die Kinder erste Erfahrungen über verschiedene Kulturen und Lebensweisen.   

   

Ästhetik:

Kinder in diesem Alter nehmen sehr viel über ihre Sinneswahrnehmung und eigenem Tun auf. Den Kindern steht ein Maltisch zum malen mit Buntstiften und Kreiden, zum kleben und für andere künstlerische Ideen zur Verfügung.   Wir malen mit Fingerfarbe, Wasserfarbe und Pinsel. Die Kinder haben Spaß am eigenen Tun und Herstellen von Kunstwerken und lernen so fast automatisch dabei. Wir kneten mit den Kindern mit unterschiedlichsten Hilfsmaterialien (Presse, Formen, etc.), dabei machen die Kinder besonders intensive Sinneserfahrungen. Natürlich wird jedes Kunstwerk eines Kindes wertgeschätzt und kommt in die eigene Bastelmappe des jeweiligen Kindes. 


Musik:

Wir singen täglich verschiedene Lieder im Morgenkreis, aber auch unser Aufräumlied, unser Handwaschlied und Lieder, die der Jahreszeit/Thema entsprechen. Kleinkinder haben viel Freude daran, Geräusche und Klänge zu hören und auch nachzuahmen. Durch die ständige Wiederholung lernen die Kinder die Lieder und können sie manchmal auch schon alleine singen. Auch die Bewegung zur Musik ist wichtig. Wir fördern dies mit verschiedenen Tänzen zur Musik und verschiedenen Kreisspielen. z.B. „Ringel, ringel, Reihe“ oder „Schmetterling, du kleines Ding“ Wir lernen auch schon die ersten Musikinstrumente kennen. z.B. selbstgebastelte Rassel, Triangel, Klangstäbe    

 

Bewegung:

Bewegung ist für die Entwicklung jedes Kindes wichtig. Mit verschiedenen Materialien wollen wir die Bewegungsfreude der Kinder zusätzlich motivieren. Bsp.: Bälle, Rutsche, Bobbycar, Puppenwagen, Krabbeltunnel, etc. In täglichen Aktivitäten machen wir Kreisspiele, Tanzen zur Musik und üben uns in verschiedenen Tierbewegungen. („Vierfüßlergang“, kriechen, hüpfen, etc.) Durch unser tägliches Rausgehen, haben die Kinder ebenso die Möglichkeit sich in unserem Garten frei zu bewegen. Den Kindern stehen verschiedenste Fahrzeuge zur Verfügung, eine Sandkiste mit verschiedenen Sandspielsachen. Unsere Umgebung werden wir auch durch Spaziergänge, Einkäufe oder Ausflüge auf den Spielplatz erkunden.


Pädagogische Schwerpunkte


Selbstständigkeit:

Wir fördern die Kinder zur Selbstständigkeit, indem wir sie z.B. zum selbstständigen An-und Ausziehen motivieren. Auch beim Mittagessen, achten wir auf selbstständiges essen und trinken der Kinder. Im Freispiel werden die Kinder unterstützt selbständig ihr Material zu wählen und zu nutzen, in dem die Materialien auf der Ebene der Kinder ist und mit deren Umgang vertraut gemacht werden z.B. wie mit der Schere geschnitten wird und wo diese wieder aufgeräumt wird.


Sauberkeitserziehung:

Körperpflege und Sauberkeitserziehung sind bei uns ein wichtiger Bestandteil des Krippenalltags. Die Kleinen werden nach Bedarf gewickelt, diese Zeit beinhaltet eine intensive und individuelle Zuwendung für das Kind. Die Größeren unterstützen wir auf ihren Weg zum Sauberwerden. Vor und nach jeder Mahlzeit gehen wir zum Händewaschen, ebenso vor der Zubereitung von Lebensmitteln.


Partizipation:

Partizipation begleitet uns im gesamten Krippenalltag. Die Kinder können sich im Freispiel frei entscheiden, wo sie spielen, mit was oder mit wem sie spielen wollen. Die Kinder können an Entscheidungen, die das eigene Selbst  und das der Gemeinschaft betreffen mitwirken, mitgestalten und mitbestimmen. Beispiele: Im Morgenkreis kann sich ein Kind aus der Wunschbox ein Symbol für ein Lied seiner Wahl aussuchen. Was möchte ich auf mein Brot und wie viel möchte ich essen Das Kind kann selbst entscheiden, ob es lieber auf das Töpfchen oder Kindertoilette gehen will.  Wir legen unsere Aufmerksamkeit besonders auf die nonverbale Kommunikation, denn auch Kleinkinder können signalisieren, was sie möchten und was nicht. Es ist wichtig Ihnen zu zeigen, dass ihre Meinung gefragt und wichtig ist. Wir geben aber auch Raum für Beschwerden, Sorgen und Kritik.


Natur und Ernährung:

Durch unseren schönen Blick in den Garten haben die Kinder die Möglichkeit Tiere im Garten zu beobachten. Das tägliche Treiben von Eichhörnchen und Vögeln gibt einen ersten Einblick in die Tierwelt.  Wir sehen auch eine gesunde Ernährung für Kleinkinder als besonders wichtig an. Das Mittagessen wird täglich frisch für die Kinder gekocht.   Es gibt eine ausgewogene Brotzeit mit Brot, Brezen, Butter, Wurst, Käse, Marmelade, Jogurt mit Früchten und Haferflocken, Obst, Rohkost und vieles mehr. Da uns so ein schöner Garten zur Verfügung steht, wollen wir den auch zum eigenen kleinen „Gemüse- und Obstanbau“ nutzen. So erlernen die Kinder wichtige Grundlagen über eine gesunde Ernährung. Sie lernen, wie die Pflanze wächst, was sie braucht, wann man sie erntet und wie man sie richtig zubereitet, damit wir sie essen können. Zum Trinken bekommen die Kinder Wasser und ungesüßte Tees.

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